Von zu Hause arbeiten, als Vollzeit Mami, auf dem Land.


Hi meine Liebe,

da mein Mamablog in letzter Zeit viel mehr einem Foodblog ähnelt, habe ich mir überlegt Dir immer mal wieder Einblicke in unseren Alltag zu geben. Denn eigentlich war ein Foodblog nicht meine Absicht, obwohl… eigentlich besteht das Mama Leben größenteils aus Kochen oder?!

Mein Hauptthema die letzten Tage ist, dass ich beim besten Willen nicht weiß, wie ich eine ausgeglichene, liebevolle Mama, eine verständnisvolle und zärtliche Ehefrau, eine einigermaßen ordentliche Hausfrau, eine kreative Köchin und eine stilsicherer, wortgewandte Texterin sein soll, nein ich meine nicht die Texte hier auf dem Blog, die kommen in letzter Zeit viel zu kurz… Ich meine die Texte für andere Blogs und e-Books die ich schreibe. Die Texte die eine echte Deadline haben, die man auch noch einhalten muss… Wie macht ihr anderen Mamis das bloß?!

So ein ganz klein bisschen einfacher habe ich mir das nämlich schon vorgestellt als ich mich vor drei Monaten selbständig gemacht habe… Wie genau ich mir das gedacht habe, kann ich mir aber beim besten Willen nicht mehr erklären, denn eins ist sicher, home office mit einem Kleinkind zu Hause ist echt kein Zuckerschlecken. Oder ganz viel Zuckerschlecken, denn irgendwoher muss man die ganze Energie ja nehmen.

Bei mir heißt home office eigentlich night office. Denn die einzige Zeit, bei der ich zum Schreiben komme, ist nachts. Und da natürlich auch nicht so schön entspannt an einem Stück und mit einem Glas Wein, sondern mit Unterbrechungen.

Denn Emma schläft immer noch nicht durch. Beziehungsweise schläft sie seit zwei Wochen bis 01:00 Uhr, um dann, bis 03:00 Uhr zu singen und zu tanzen. Also arbeite ich so von 20:00 bis 01:00 Uhr um dann Emma davon zu überzeugen, dass die ganze Welt jetzt schläft. Auch ihre heißgeliebte Bibi Blocksberg.

Um diese Uhrzeit liefern sich meine Nerven, warum ich nicht mal nachts ein paar Stunden für mich haben kann, mit meinem schlechten Gewissen, ich hätte ja nicht wieder anfangen müssen zu arbeiten, einen riesigen Kampf. Und wenn dann meine Prinzessin mit einem leisen hex, hex wieder ihr magisches Traumland betritt, sitze ich vollkommen überdreht neben ihr und brauch erst mal wieder eine halbe Stunde um runter zu kommen. Und um halb vier zu arbeiten, bringt es ja dann auch nicht… Also höre ich dann , nein nicht Bibi Blocksberg, bin ja schon groß. Ich höre zum Einschlafen ganz Erwachsen die Drei Fragezeichen.

Ansonsten, wenn man von unseren Schlaflosen Nächten absieht (hören die eigentlich je auf?), darf sich der Winter gerne so langsam verabschieden, denn uns fällt hier langsam die Decke auf den Kopf. Ich habe vielleicht schon erzählt, dass wir auf dem Land leben… In Griechenland auf dem Land…

Und wenn ich mir das alles ganz idyllisch vorgestellt habe, so ist das Landleben, doch eine ganz schöne Herausforderung! Es ist nämlich so, dass man auf dem idyllischen Land immer ein Auto braucht um irgendwo hinzukommen. Es gibt keinen Spielplatz um die Ecke, keine anderen Kinder, zu denen man spazieren kann nichts.

Nur unendliche Felder, einen Minimarkt, einen Bäcker und ein Kaffee/Tankstelle/Poststelle/Anlaufstelle für alles in einem. So sieht es im Winter aus. Bei 10 Grad (Plus wohlgemerkt) geht hier keiner raus. Die Kaffees die es im Sommer (35 Grad Celsius+) gibt, machen nicht auf. Ist ihnen zu kalt, dabei haben wir im Sommer sogar ein Kaffee mit Hüpfburgen, Fußballplatz und einer riesigen Rasenfläche zum Toben!

Aber alles hat ja auch immer seine Vorteile! Denn wir haben zwar in unmittelbarer Nähe nicht wirklich viel, dafür wohnen wir nur 20 Minuten vom Meer entfernt. In 40 Minuten sind wir in Arachova, einem Skiort in Griechenland und in 1,5 Stunden sind wir in Athen. So ist man fast gezwungen, sich immer mal wieder neue Ausflugsziele auszusuchen, die wir sonst nie besucht hätten! Denn in Athen und in Berlin ist man so von dem Angebot um einen herum verwöhnt, dass man oder zumindest wir, selten aus der comfort zone ausbrechen!

Also betrachten wir das Leben von der positiven Seite!

1. Das sich mein Mamablog in ein foodblog verwandelt, hat ja auch einen Vorteil… gekocht werden muss immer!

2. Irgendwann wird Emma in den Kindergarten gehen und ich werde sie ganz furchtbar vermissen, also sollte ich die Zeit, die ich mit ihr verbringen darf genießen und nicht darüber meckern!

Würde sie durchschlafen wäre ich nie auf die Idee gekommen diesen Text zu schreiben!

3. Mal schauen was das Wochenende so bringt!

Kuss

Deine Litsa

Verfasst von

Ich koche immer zu viel, kann ja sein, dass plötzlich noch 20 Gäste vorbeikommen. Ich rede viel zu schnell, (liegt am griechischen Temperament) und liebe es, Partys zu schmeißen. That's all. Ach so, Gilmore Girls addict, Coffe Lover und Bücherwurm. Und natürlich MAMA! Gebürtige Berlinerin, wohne aber in Griechenland. Das war's jetzt aber wirklich.