Der kleine Mamaknigge: Spielverabredungen, so sammelst Du Pluspunkte!


Emma und ihre große, beste Freundin im Schlosspark, Berlin

Playdates, können zu einer wirklichen Herausforderung werden. Wie schön waren noch die Zeiten, als wir einfach vor die Tür gegangen sind und draußen gespielt haben.

Heute treffen meistens wir, die Eltern die Entscheidung wann und mit wem sich unsere Kinder treffen. Der Ausgang eines „harmlosen“ Playdates kann darüber entscheiden, ob es zu einer weiteren Verabredung kommt oder nicht. Durch Spielverabredungen können Freundschaften vertieft und gefestigt werden. Heutzutage, ist das Thema Mobbing aktueller den je. Es ist enorm wichtig, für jedes Kind, mindestens einen Verbündeten zu haben. Jemanden, mit dem es sich stark fühlen kann. Selbst wenn es einem Bully in der Gruppe geben sollte, wendet dieser sich oft gegen Einzelgänger.

Ob das mit der Spielverabredung klappt oder nicht, liegt nicht nur am Kind, sondern zum großen Teil auch an uns Eltern. Denn gerade wenn die Kinder noch klein sind, laufen die Spielverabredung großenteils über uns Mamas und Papas. Und wer möchte sich schon mit jemanden verabreden, mit dem man sich nicht gut versteht?

Wenn Du nur ein paar Dinge beachtest, meisterst Du die Mamaseite der Spielverabredungen, spielend. Mit meinem kleinen Mamaknigge zum Thema Playdates umgehst Du jedes Fettnäpfchen!

Sei pünktlich.

Oh, dieser erste Punkt ist so wichtig, denn Ihr werdet erwartet! Auch wenn ich Emma immer erst kurz davor sage, dass XY uns besuchen kommt, ist sie superungeduldig und total aufgeregt und fragt alle zwei Minuten, wann der Besuch denn endlich da ist. Pünktlich sein bedeutet, weder zu spät noch zu früh zu kommen. Beides kann unangenehm auffallen.

Achte auf Dein Aussehen.

Bei einem Playdate geht es weder um Deine politischen Ansichten, noch darum, wie man mit einem exzentrischen Look die Aufmerksamkeit erregt. Es mag altmodisch klingen, aber für mich ist ein gepflegtes, sauberes Erscheinungsbild eine Form der Höflichkeit. Was nicht heißen soll, dass Du im Rüschenkleid erscheinen sollst, aber ein klassischer Stil, der nicht zu extrem ins Auge springt, ist immer eine gute Basis um neue Menschen kennenzulernen. Das Gleiche gilt für Dein Kind. Es sollte sauber sein und bequeme aber schöne Spielsachen anhaben.

Die ungeschriebene zwei Stunden Regel

Ein Playdate vor allem bei Kindergarten- und Vorschulkindern sollte niemals länger als zwei Stunden dauern. Es sei denn, Ihr kennt Euch so gut, dass Ihr selber einschätzen könnt, wann es Zeit ist zu gehen … Allerdings sollten auch da zwei Stunden reichen, jeder braucht Zeit, um zu entspannen, gerade unter der Woche …

Bleibe ich oder gehe ich?

Bei den ersten Spielverabredungen solltest Du auf jeden Fall dabei bleiben! So kannst Du Dein Kind genau beobachten und ihm die nötige Sicherheit in der neuen Umgebung geben. Ich persönlich freue mich immer, wenn die andere Mama auch bleibt, denn so habe ich auch Gesellschaft, während die Kleinen spielen. Das liegt allerdings am Alter mit zwei und drei Jahren spielen sie noch nicht so lange alleine.

Hilf beim Aufräumen.

Höchstwahrscheinlich wird die Gastgeberin dieses Angebot nicht annehmen, aber Du kannst Deinem Kind von Anfang an beibringen, zumindest das Spielzeug, mit dem es zuletzt gespielt hat, wieder an seinen Platz zu räumen.

Bring eine Kleinigkeit mit.

Ein kleines Mitbringsel ist immer eine gute Idee und Du lebst Deinem Kind gleich vor, dass man vor allem, wenn man jemanden zum ersten Mal besucht, nicht mit leeren Händen kommen sollte. Ich persönlich finde, man sollte immer einen Snack mitbringen, der für alle reicht. Etwas selbst gebackenes, eine selbst zusammengestellte Teemischung oder ein paar Blumen sind günstige Mitbringsel, über die sich fast jeder freut. Erkundige Dich aber vorher, ob es Allergien oder bestimmte Tabus in der Ernährung gibt.

Anderes Haus, andere Regeln.

Und an die sollte man sich auch halten. Bei manchen werden die Schuhe im Haus ausgezogen, bei anderen nicht. Manche Eltern erlauben Ihren Kindern Süßigkeiten, andere nicht. Wenn Dein Kind im Alltag kein Zucker essen soll, kannst Du das am Rande erwähnen, verbieten würde ich es allerdings nicht. Irgendwann bekommt es sowieso eine Schokolade in die Hand. Wenn alle Kinder genüsslich Schokolade essen und nur ein Kind darf nicht, kommt es sich automatisch ausgeschlossen vor. Du könntest gesunde Snacks mitbringen und hoffen, dass sie die essen, und die Gastgeberin die Schokolade unter Verschluss hält.Anders sieht es aus, wenn ein Kind eine Allergie hat oder Diabetiker ist. In dem Fall muss das vor dem Playdate erwähnt werden. Als Gastgeberin sollte man in diesem Fall nur Dinge anbieten, die alle essen können, sodass kein Kind ausgeschlossen wird.

Weniger sind mehr.

Bei Kindern im Kleinkindalter ist es besser, die Gruppe der Kinder klein zu halten. Ein Kind ist oft mehr als genug. Ich sehe es bei Emma (2 Jahre). Meistens braucht sie eine halbe Stunde, bis sie sich beschnuppert haben und dann geht das Spielen los. Sobald mehrere Kinder da sind, spielt sie trotzdem nur mit einem oder der für sich.

Überlege Dir Spiele.

Kinder erfinden selber die besten Spiele. Trotzdem ist es gut, sich im Vorhinein ein paar Gedanken zu machen, falls es nicht ganz so läuft wie geplant. Basteln, Tuschen oder Versteck spielen, finden fast alle toll.

Sollte es bei einem Playdate zum Streit kommen, ist es immer gut erst einmal abzuwarten. Die Kinder müssen lernen, ihren Konflikt selber zu lösen. Sollte es eskalieren … muss man natürlich Eingreifen

Man erzieht kein anderes Kind.

Trotzdem darf man ein anderes Kind nicht wirklich ausschimpfen oder gar bestrafen. Die beste Möglichkeit ist ablenken. „Wer will Puppentheater spielen“, „wer möchte einen Saft haben“ oder „wollen wir etwas basteln“ sollte die Streithähne geschickt ablenken.

Der Mutter von einem Fehlverhalten erzählen, oder nicht?

Keiner möchte gerne gerügt werden und petzen ist nicht schön. Sollte der kleine Gast ausersehen etwas kaputt gemacht haben oder es sich nur um einen kleinen Streit handeln, der schnell wieder gelegt werden konnte, würde ich empfehlen, nichts zu sagen. Sollte er gebissen, mit Absicht Geschirr zerschlagen haben oder trotz wiederholter Aufforderung auf den Sofas rumgesprungen sein, kann man sagen, wir hatten einen wunderschönen Tag, mit nur einem kleinen Vorfall und dann das Geschehen in kurzen Worten schildern.

Die höfliche Absage.

Sollte Dir eine Familie so gar nicht zusagen oder Dein Kind mag das andere Kind eben nicht, kannst Du höflich absagen. „Es tut mit leid, da passt es leider gar nicht, versuchen wir es doch nächste Woche“, sollte reichen, im schlimmsten Fall wiederholst Du die Entschuldigung ein paar Mal.

Absolute NO GO bei Playdates

  • Die Windel ohne Unterlage auf dem Sofa der Gastgeberin zu wechseln!
  • Nicht zurück einladen. Ein ungeschriebenes Gesetz. Einmal bei mir, einmal bei Dir!
  • Die Kinder alleine lassen!
  • Das Gastkind zu bestrafen.
  • Zu spät zum Abholen kommen.
  • Angeben. Playdates sind zum Spielen, sie sollten nicht zum Konkurrenzkampf der Mütter ausarten.
  • Sich selbst einladen. Wenn Du ein Playdate vorschlägst, bist Du für die Organisation verantwortlich.

Was ist Dein absolutes No GO bei einer Spielverabredung? Ich freue mich auf Dein Kommentar!

Verfasst von

Ich koche immer zu viel, kann ja sein, dass plötzlich noch 20 Gäste vorbeikommen. Ich rede viel zu schnell, (liegt am griechischen Temperament) und liebe es, Partys zu schmeißen. That's all. Ach so, Gilmore Girls addict, Coffe Lover und Bücherwurm. Und natürlich MAMA! Gebürtige Berlinerin, wohne aber in Griechenland. Das war's jetzt aber wirklich.

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