Wie aus MamaPapaEmma, Lilli Babbel geworden ist.


 

Die Wahrheit ist, irgendwie habe ich es geschafft, mich selber in die Ecke zu drängen. Ich hab mir gesagt, als ex hauptberufliche Journalistin, jetzt hauptberufliche Mama, sollte ich einen Mamablog betreiben. 

MamaPapaEmma, was auch sonst … 

Aber irgendwie bin ich das absolut nicht.  Das klingt so nach heiler Welt, nach ausgeglichener Mama, happy wife, rosa Plüschwolken und Blümchenmustertapete … Stimmt zwar alles ab und zu, aber bestimmt nicht immer! 

Klar, ich bin leidenschaftliche Mama, aber halt nicht nur Mama. Irgendwo in mir schlummert, total übermüdet, aber um Aufmerksamkeit buhlend, mein altes Ich. Mein Vor-Mama Ich. Und zu dem passt kein klassischer Mamablog, den der müsste immer einen gewissen Anstand bewahren. Bei einem Mamablog sollte alles eine gewisse Harmonie ausstrahlen, am besten in Rosa- und blautönen. Ich stehe zwar auf Pink und Glitzer, aber manchmal müssen es halt auch die smokey eyes und das schwarze Pailletten Kleid sein. Am besten in Kombination mit einem Glas Champagner in der einen Hand und einem Vodka Shot in der anderen, auf der Bar tanzend. Gut, das mit dem auf der Bar tanzen hab ich schon seit Jahren nicht mehr gemacht, und nach einem Shot wäre ich eher unter der Bar als darauf, but you get the Point. 

Ich habe viel mit dem Schreiben rumexperimentiert. Angefangen habe ich mit 19, neben meinem Journalismusstudium, als Redakteurin bei der Zeitschrift Parents, danach war ich Chefredakteurin von etlichen Zeitschriften. Von Hello Kitty bis Vampiria war alles dabei. Insgesamt waren es über 20 Zeitschriften, denen ich meinen persönlichen Stempel aufdrücken durfte. Ende 20 hatte ich das Gefühl, ich wiederhole mich nur noch. Also habe ich meine Stelle gekündigt und mich an das Bücherschreiben gemacht. 

Der Athener Flughafen war von seiner Sonderausgabe begeistert. Melissa hat nicht nur mein Märchen vermarktet, sondern gleich noch ein Theaterstück für Kinder daraus gemacht. Und ich glaube acht Jahre in Folge, gab es keine Olympischen oder Paralympische Spiele, die nicht ein informatives Kinderbüchlein von mir verteilt haben. 

Aber so richtig frei, habe ich das letzte Mal mit 16 geschrieben. 16… Damals musste ich mich noch nicht hinter einer Maske verstecken. Ich konnte frei meine Gefühle und Gedanken in die Welt schreien! Damals, als kein Drama groß genug war und jede Liebe die einzig wahre war… Das waren noch Zeiten, da hab ich mit einem meiner Texte sogar ein Wettbewerb von Chanel gewonnen… Man, ich war stolz wie Bolle! 

So zu schreiben, das vermisse ich. Einfach schreiben was ich denke, was ich fühle, nicht dass was andere lesen wollen, nur weil es so gut in eine Nische passt oder weil es gerade das Trendthema schlechthin ist, weil Google es so liebt, der Text perfekt auf SEO abgestimmt ist, der Verleger darauf besteht oder man gut dafür bezahlt wird. Ich will einfach wieder schreiben! 

Und warum Lilli Babbel????? 

Lilli Babbel… so hätte ich eigentlich heiße sollen, wenn es nach meiner Mama gegangen wäre… Ging es leider nicht und ich habe einen ganz anderen Namen aufgedrückt bekommen.

 Ganz traditionell, ganz griechisch. 

Aber wer sagt denn, dass man bei seinem furchtbaren Namen bleiben muss? Ich bestimmt nicht! Lilli, so hat mich meine Mama früher genannt und Babbel, der Mädchenname meiner Mama. #Mamapower

Und ob es euch gefällt oder nicht, ich schreibe nur noch, worauf ich gerade Lust habe. Keine Nische, keine Zensur, kein gar nichts. Nur den Duden werde ich ab und zu zurate ziehen, aber das war’s auch schon. 

Wem’s gefällt, Yeah! Willkommen in meiner Welt! 

Wem’s nicht gefällt, macht nichts! 

BE FREE BE YOU  ich kann ja diese Standard Zitate nicht leiden, aber hier passt es einfach.

 In dem Sinne, 

Be Free, Be You! 

Eure, 

ab heute, 

Lilli Babbel, the new, old me.

Published by

Lilli

Ich koche immer zu viel, kann ja sein, dass plötzlich noch 20 Gäste vorbeikommen. Ich rede viel zu schnell, (liegt am griechischen Temperament) und liebe es, Partys zu schmeißen. That's all. Ach so, Gilmore Girls addict, Coffe Lover und Bücherwurm. Und natürlich MAMA! Gebürtige Berlinerin, wohne aber in Griechenland. Das war's jetzt aber wirklich.

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